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Über Urban Garden

Während Umwelt- und Bioressourcemanagement-Studiums setzte ich mich vermehrt mit der Nutzpflanze Hanf auseinander. Im Jahr 2012 gründete ich mit 2 Mitbewohnern die Firma „2manyPlants GmbH“, um mich endlich mit der Pflanze Hanf selbst und ständig zu beschäftigen. Im 5. Bezirk bauten wir dafür einen alten Keller komplett um, sodass wir mit der Kultivierung und mit der Stecklingsproduktion anfangen konnten. Nach intensiven Experimenten sind wir zum Schluss gekommen, dass wir von der Stecklings- auf eine Sämlingsproduktion wechseln wollen. Ein Sämling hat mehr Vorteile (vitaler, kräftiger, 1. Generation) als ein Steckling und unsere Kunden können aus einer Vielzahl von Genetiken ihren Liebling wählen. Nachdem wir die Pflanzen im Griff hatten, konnten wir glücklicherweise bei unserem benachbarten Bauunternehmer den Vorraum des Büros als Verkaufsfläche nutzen. Damit starteten wir unseren ersten Verkauf im Jahr 2015 mit wenig Budget und wenig Marketing, waren jedoch überzeugt mit unserem hochwertigem Produkt zu punkten.

Nach einem halben Jahr merkten wir, dass unsere Pflanzen sehr beliebt sind und die Kunden unsere Qualität schätzen. Wir nahmen schließlich zusammen mit „Biohelp“ an der Cultiva (Hanfmesse) mit einem sehr kleinen Stand teil, um unseren Kundenstamm zu erhöhen.

Gleichzeitig, im Jahr 2015, übernahm ich den heimischen Fischerreibetrieb in Kärnten und musste diesen komplett neu aufbauen, da in den Jahren davor der Fischbestand sehr gering war. Neben dem sehr langsam wachsenden Geschäft „Urban Garden“ habe ich mich gemeinsam mit meiner Mutter auf einen Neuanfang mit dem Fischereibetrieb konzentriert und dabei zusätzlich die Möglichkeit gesehen, den Weg von Wien nach Kärnten zu nutzen, um die Sämlinge auch in Kärnten anzubieten. Dadurch entstand ein Lieferservice und wir konnten unser Kundenfeld vergrößern.

Ich nutzte nun jede Möglichkeit den selbstgefangenen Fisch zu verkaufen und machte freitags bei einem kleinen Markt in Gmünd in Oberkärnten mit. Mein Sortiment an Fischen war eher begrenzt und bestand zu 98% aus der Reinanke. Also überlegte ich mir, welche Produkte ich weiteres anbieten könnte. Meine Entscheidung stand relativ schnell fest und ich habe schließlich von „Hanfland“ und „Medihemp“ Hanflebensmittel verkauft. Ich war und bin überzeugt davon, dass die Nutzpflanze Hanf ein wichtiger Bestandteil der Landwirtschaft ist und habe an mir selber ausprobiert, wie positiv sich die Ernährung fast ausschließlich von Hanf auf den Körper auswirkt und bin außerdem auf die CBD-Öle aufmerksam geworden. Deshalb stand ich mit voller Überzeugung am Markt und versuchte, in dem eher konservativen Land Kärnten den Einheimischen die Produkte näher zu bringen, ohne mich mit dem Thema der Illegalität zu beschäftigen, sondern mehr mit CBD sowie Hanflebensmittel. Ich konnte mir auch selber ein Bild über die CBD-Produkte beim Einsatz mit Krankheiten machen und es hat mich zusätzlich darin bestärkt, diese Pflanze mehr in die Gesellschaft zubringen. Auch die „ARGE-CANNA“ stand noch in den Anfangsschuhen und machte bei uns in Gmünd einen kleinen Stand, im Anschlussfand sogar eine Hanfparty statt. Leider musste der Markt aus verschiedenen Gründen schließen. Aus ökonomischer Sicht war es ein kompletter Misserfolg, meine Perspektive ist jedoch eine andere: Die Zeit am Markt war sehr schön und wichtig für mich, besonders im direkten Kontakt mit den Kunden konnte ich sehr viel lernen, auch über die Stellung der Hanfpflanze innerhalb der ländlichen Gesellschaft.

Nach einer anstrengenden Fischersaison von März bis Oktober und nach der Hanfmesse Cultiva mussten wir bzw. ich überlegen wie es nächstes Jahr weitergehen soll. In der Zwischenzeit haben wir uns leider in andere Richtungen entwickelt und entschieden uns, dass einer die Firma übernehmen soll und intensiv daran arbeiten muss. Am Ende bin ich also übrig geblieben und im Januar 2016 der Inhaber der Firma„2manyPlants“ geworden. Gleichzeitig hatte ich Kontakt mit dem Besitzer von „Was denn“ (1st Head-und Growshop Österreichs), der leider an Krebs erkrankt ist und nicht mehr in der Lage ist, das Geschäft weiterzuführen. Im März habe ich dann auch sein Geschäftslokal übernommen. Dieses war leider schon seit längerem nicht mehr in Betrieb und es hatte viel Mühe gekostet, das Lokal wieder auf Vordermann zu bringen. Die Sämlingsproduktion mussten wir auch kurz schließen, aber dafür ist sie nun auf dem neuesten Stand und wir bieten laut unserer Kunden wieder die schönsten und besten Hanfzierpflanzen Österreichs an.

Mit dem Geschäft konnte ich meine Vorstellung von einem professionellen Fachgeschäft für die Kultivierung der Hanfzierpflanze, CBD-Produkte und Hanflebensmittel verwirklichen. Nach einem sehr aufregendem Jahr und viel Arbeit steht Urban Garden mit einem gut geschulten und eingearbeitetem Team für jede Aufgabebereit.